Funktio-
nale
Abweich-
ung

Hallo und herzlich willkommen! Als Designer lieben wir unsere Checklisten. Jakob Nielsens oder auch Ben Shneidermans Heuristiken haben uns oft gerettet. Aber Design ist lebendig und manchmal verlangt der Kontext, dass wir die Komfortzone der Theorie verlassen.

Diese Website widmet sich der grauen Zone zwischen „Regelkonform“ und „Experimentell“.

Ich habe ein Framework entwickelt, das dir hilft, Design-Entscheidungen jenseits von Ja oder Nein zu treffen. Es ist ein Guide für den Moment, in dem du dich fragst: „Darf ich das so machen?“ – Ich helfen dir, die Antwort darauf zu finden, indem wir zusammen den Nutzer und nicht das Lehrbuch in den Fokus rücken.

+++ Bachelorarbeit von Isabella Theresa Hutter +++ UI/UX Design +++ IU Internationale Hochschule +++

Bachelorarbeit von Isabella Theresa Hutter UI/UX Design IU Internationale Hochschule

heuristik

die theorie und ihre eigene wahrheit, die Heuristiken der Profis

nielsen
Sichtbarkeit des Systemzustandes
Streben Sie nach Konsistenz
shneiderman
Übereinstimmung zwischen System und Wirklichkeit
Streben Sie nach universeller Benutzerfreundlichkeit
Benutzerkontrolle und -freiheit
Geben Sie informatives Feedback
Konsistenz und Standards
Gestalten Sie Dialoge immer mit einen Abschluss
Prävention von Fehlern
Fehler vermeiden
Erkennen statt erinnern
Aktionen sollten rückgängig gemacht werden können
Flexibilität und Effizienz
Geben Sie den Nutzern die Kontrolle
Ästhetik und minimalistisches Design
Reduzieren Sie die Belastung des Kurzzeitgedächtnisses
Erleichterte Fehlererkennung, -diagnose und -korrektur
Hilfe und Dokumentation
nielsen
Sichtbarkeit des Systemzustandes
Übereinstimmung zwischen System und Wirklichkeit
Benutzerkontrolle und -freiheit
Konsistenz und Standards
Prävention von Fehlern
Erkennen statt erinnern
Flexibilität und Effizienz
Ästhetik und minimalistisches Design
Erleichterte Fehlererkennung, -diagnose und -korrektur
Hilfe und Dokumentation
Streben Sie nach Konsistenz
shneiderman
Streben Sie nach universeller Benutzerfreundlichkeit
Geben Sie informatives Feedback
Gestalten Sie Dialoge immer mit einen Abschluss
Fehler vermeiden
Aktionen sollten rückgängig gemacht werden können
Geben Sie den Nutzern die Kontrolle
Reduzieren Sie die Belastung des Kurzzeitgedächtnisses

Nach diesen Cluster suchen wir

Themencluster 1: Konsistenz und Standardisierung

Die Bewertungsgrundlage bilden Nielsens Heuristik Nr. 4 („Konsistenz und Standards“) sowie Shneidermans erste Regel („Streben Sie nach Konsistenz“). Beide Ansätze fordern, dass Nutzer nicht rätseln sollten, ob verschiedene Wörter, Situationen oder Aktionen
dasselbe bedeuten.

Themencluster 2: Kognitive Übereinstimmung und Mental Models

Die Analyse stützt sich auf Nielsens Heuristik Nr. 2 („Übereinstimmung zwischen System und Wirklichkeit“) und Shneidermans achte Regel („Belastung des Kurzzeitgedächtnisses reduzieren“). Ziel ist eine Systemsprache, die vertraute Konzepte aus der realen Welt der Nutzer aufgreift.

wie

Die Forschung ist einfach ein teil des spiels

01 Selektion

touch to explore

Definiere den Untersuchungsrahmen.

Bevor du startest, lege fest, was genau analysiert wird. Betrachtest du die gesamte Portfolio-Webseite oder nur einen spezifischen Teilbereich (z. B. die Projektgalerie oder die „About“-Seite)? Eine klare Eingrenzung hilft dir, fokussiert zu bleiben.

02 Analyse

touch to explore

Prüfe auf Cluster-Relevanz.

Untersuche die ausgewählten Elemente auf Abweichungen, die sich in eines der zwei definierten Themencluster einordnen lassen müssen: • Cluster 1 (Konsistenz): Verstösst das Element gegen gängige Standards oder Vorhersehbarkeit? • Cluster 2 (Mental Models): Weicht die Sprache oder Logik von der Erwartungshaltung des Nutzers ab? Nur Funde, die in diese Cluster fallen, werden für die weiteren Schritte berücksichtigt.

03 Dokumentation

touch to explore

Sichere Beweise und Kontext.

Erstelle Screenshots oder Screen-Recordings der identifizierten Stellen. Beschreibe kurz, was dort passiert und was der Nutzer eigentlich erreichen wollte. Notiere auch deinen ersten Gedanken (z. B. „Das Menü habe ich dort nicht erwartet“).

04 Kategorisierung

touch to explore

Bestimme die Art des Bruchs.

Ordne die gefundene Abweichung einem der drei Typen zu. Später sind besonders Typ B-Fehler relevant: • Typ A: Konventionell (Negativ) – Unbeabsichtigte Fehler ohne Mehrwert. • Typ B: Kreativ (Neutral/Positiv) – Bewusster Bruch, der Kreativität zeigt, aber erlernbar bleibt. • Typ C: Kontextuell (Werkspezifisch) – Inhaltlich notwendige Abweichung.

05 Bewertung

touch to explore

Skaliere die Auswirkung auf den Nutzer.

Wie stark stört diese Abweichung den tatsächlichen Informationsfluss? (Relevanter Bereich: 1 & 2): • 0 – Kein Problem: Irrelevant. • 1 – Minimal: Kurze Irritation, Informationsfluss bleibt erhalten. • 2 – Geringfügig: Verzögerung, aber Lösungsweg ist offensichtlich. • 3 – Kritisch: Nutzer muss raten oder suchen. • 4 – Katastrophal: Abbruch der Aufgabe.

06 Auswertung

touch to explore

Diese Abweichungen funktionieren.

Alle Abweichungen, die den beiden Themenclustern entsprechen, der Kategorie B zugeordnet werden und eine Bewertung von 1 oder 2 erhalten, gelten als funktionale Abweichungen. Diese Elemente verstossen zwar gegen etablierte Heuristiken, funktionieren aus Sicht der Usability jedoch trotzdem.

rebellion

Wie kann es aussehen?

Beispiele für Abweichungen

01

Konsequente Kleinschreibung

Themencluster 2 – Typ B – Schweregrad 2 

Begründung: Diese Art des Bruchs erfordert zwar eine initiale Verarbeitung durch den Endverbraucher, beeinträchtigt die Usability jedoch nicht nachhaltig, sofern sie als bewusstes Stilmittel erkennbar ist.

02

Differenzierte Gestaltung

Themencluster 1 – Typ B – Schweregrad 2 

Begründung: Entscheidend für die Funktionalität bleibt hierbei, dass die Affordanz gewahrt bleibt. Der Nutzer muss jederzeit antizipieren können, welche Systemreaktion ein Klick auslöst. Werden visuelle Unterschiede sparsam und gezielt eingesetzt, können sie die Orientierung auf der Website unterstützen, indem sie die logische Struktur visuell codieren.

03

Platzierung der Navigation

Themencluster 1 – Typ B – Schweregrad 2 

Begründung: Obgleich diese Gestaltung den klassischen theoretischen Anforderungen an Standardisierung und Konsistenz entgegensteht, zeigt die Analyse, dass die veränderte Positionierung für den Nutzer schnell erlernbar ist und die Usability nicht substanziell beeinträchtigt.

04

Benamung von Menüpunkten

Themencluster 2 – Typ B – Schweregrad 2

Begründung: Zwar stehen diese Modifikationen im Widerspruch zu den etablierten Heuristiken von Shneiderman und Nielsen, die eine standardisierte und erwartungskonforme Beschriftung fordern, dennoch weisen sie eine hohe Funktionalität im Hinblick auf die Nutzerbindung auf.

05

Wechsel der Scrollrichtung

Themencluster 1 – Typ B – Schweregrad 2 

Begründung: Obgleich dieser Eingriff die Erwartungskonformität verletzt, erfüllt er eine wichtige strategische Funktion: Er durchbricht die Monotonie der vertikalen Bewegung und reaktiviert die Aufmerksamkeit des Nutzers.

Die hier gezeigten Design-Ansätze entfalten ihre Wirkung nur in einem spezifischen Umfeld. Was für eine designaffine Zielgruppe funktioniert, kann woanders die Bedienbarkeit (Usability) stören. Betrachte diese Beispiele daher nicht als starren Standard, sondern als Erweiterung deines gestalterischen Werkzeugkastens.

EGO

Tja und das bin ich

Gestatten, Isabella Theresa Hutter.

Gewöhnen Sie sich schon mal an den Namen, denn ich bin nicht hier, um „nur ein bisschen hübsch“ zu machen. Ich bin hier, um zu Beweisen, dass hübsch auch nutzerfreundlich sein kann.

Ich habe das Handwerk nicht in einem Wochenend-Workshop gegoogelt, sondern von der Pike auf gelernt. Und zwar doppelt: Abgeschlossene Lehre als Grafikerin. Abgeschlossene Lehre als Fotografin.

Ich beherrsche das visuelle Spiel in beiden Welten – ob analog oder pixelperfekt digital. Ich gestalte nicht einfach, ich konstruiere visuelle Realitäten.

Warum ich mir anmasse, diesen Framework aufzustellen?

Ganz einfach: Weil ich es kann. Und vor allem, weil ich meine Hausaufgaben gemacht habe. Dieser Framework ist kein esoterisches Bauchgefühl und kein „künstlerischer Egotrip“. Er basiert auf knallharter Recherche, fundiertem Fachwissen und wissenschaftlichen Belegen.

Ich rate nicht. Ich würfle nicht. Ich liefere Ergebnisse, die funktionieren – weil die Wissenschaft dahinter mir recht gibt.